Diabetiker-Check
1. DiaPat® Diabetiker-Check
2. Diabetes mellitus und seine Folgen
3. Risikofaktoren für Folgeerkrankungen
4. Probennahme des DiaPat®-DC Tests
5. Validierung des DiaPat®-DC Tests
Der DiaPat® Diabetiker-Check (DC) ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Folge-erkrankungen, die durch den Diabetes verursacht werden. Der bei Diabetes erhöhte Blutzuckerspiegel schädigt die kleinen und großen Blutgefäße erheblich und kann somit in der Folge zu Herz- und/oder Nierenerkrankungen führen.
Der Test kombiniert die Früherkennung von Herz- und Nierenerkrankungen. So können durch die Analyse krankheitsspezifischer Proteine (Eiweißstoffe) im Urin sowohl chronische Nierenerkrankungen als auch ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko frühzeitig erkannt werden. Der DiaPat®-DC Test wurde in klinischen Studien validiert und ermöglicht neben der Diagnostik auch die Therapieüberwachung.
2. Diabetes mellitus und seine Folgen
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die einen erhöhten Blutzucker verursacht. Ursachen dafür kann zum einen mangelndes Insulin (Typ I) oder mangelnde Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin (Typ II) sein. Als Folge kann der Körper zuckerhaltige Nahrungsmittel, wie Brot, Nudeln, Reis oder Süßspeisen nach einer Mahlzeit nicht vollständig aufnehmen und der darin enthaltene Zucker reichert sich im Blut an. Dies führt zu einem erhöhten Blutzucker, der die kleinen Blutgefäße schädigt, so dass Diabetiker unter einer Reihe von Folgeerkrankungen leiden. Auch Herz und Nieren sind davon betroffen.

Die koronare Herzerkrankung (KHK) wird durch eine Verengung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) ausgelöst, welche das Herz umschließen und den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut und Nährstoffen versorgen. Die Verengung entsteht durch Gefäßverkalkung oder Plaques, was auch als so genannte Arteriosklerose bezeichnet wird. Blutfette und Eiweiße lagern sich dabei in die Wand der Blutgefäße ein und lösen Entzündungen aus. In der Folge werden diese Entzündungsherde in einer Art Vernarbung von Kalk und Bindegewebe umschlossen. Die Arterie wird immer enger und der Blutfluss vermindert. Tritt durch das Aufreißen einer solchen Plaque ein akuter Gefäßverschluss auf, führt dies zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diabetiker sind besonders gefährdet, da der erhöhte Blutzucker zum einen die Gefäße vorschädigt und zum anderen die lokalen Entzündungen verschlimmert. Zudem leiden Diabetiker oft unter Übergewicht, Bluthochdruck und schlechten Blutfettwerten, die die Arteriosklerose noch begünstigen. Zwei Drittel der Diabetiker versterben daher an Herz-Kreislauferkrankungen.
Weitere Informationen zur koronaren Herzerkrankung finden Sie hier.
Entstehung der Plaqueablagerungen (zum Vergrößern bitte anklicken)
Durchschnittlich 10 - 15 Jahre nach Krankheitsbeginn erleiden 25% - 40% der Diabetiker eine chronische Nierenfunktionsstörung, die als diabetische Nephropathie (DN) bezeichnet wird. Eine beginnende Nephropathie verursacht jedoch keine Schmerzen und kündigt sich auch nicht durch Symptome an. Daher ist die Früherkennung besonders wichtig.
Die Nieren erfüllen lebenswichtige Aufgaben - unbehandelt endet der Nierenfunktionsverlust in der Regel tödlich. Die Hauptaufgabe der Nieren besteht in der Filterung: Abfallprodukte werden aus dem Blut entfernt und verlassen über den Urin den Körper. Eine hohe Blutzuckerkonzentration kann die kleinen Blutgefäße, die in der Niere als Filter dienen, beschädigen.
Eine Nierenschädigung ist gekennzeichnet durch einen langsamen, über Monate und Jahre fortschreitenden Verlust der Filterfunktion der Niere. Dies führt schließlich zum Nierenversagen und der Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie: Dialyse und/oder Nierentransplantation.
Weitere Informationen zu chronischen Nierenerkrankungen finden Sie hier.

3. Risikofaktoren für Folgeerkrankungen
- Schlechte Blutzuckereinstellung
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
4. Probennahme des DiaPat®-DC Tests
Der DiaPat®-DC Test analysiert den Mittelstrahlurin. Für den Test wird der Mittelstrahl des zweiten Morgenurins in einem standardisierten Urinbecher* gesammelt. Anschließend wird der Urin in die beiliegende Urinmonovette* (Probenspritze) überführt und sofort bei -18°C für mindestens 24 Stunden eingefroren. Der Kühlakku* wird ebenfalls bei -18°C für 24 Stunden eingefroren. Für den Transport wird die Urinmonovette in den Kühlakku gesteckt und in einer Styroporbox* verstaut. Der Versand in das Labor erfolgt in einem speziellen Paket*.
* wird bereitgestellt.
5. Validierung des DiaPat®-DC Tests
Der DiaPat®-DC Test analysiert spezifische Proteine im Urin und ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Schäden an Herz und Nieren bereits vor dem Auftreten von ersten Symptomen. Der Test wurde in klinischen Studien validiert und stellt eine zuverlässige* Methode zur Diagnostik von Folgeschäden bei Diabetes mellitus dar.
* KHK: Sensitivität 79%, Spezifität 88%
DN: Sensitivität 94%, Spezifität 91%
Für weitere Informationen fragen Sie bitte Ihren Arzt.

