Presseartikel
DiaPat-Proteomanalyse - Diagnostik bei Prostata- und Blasenkarzinom - Urologische Nachrichten Köln
HANNOVER - Bei der DiaPat-Proteomanalyse handelt es sich um eine neue, nicht invasive in-vitro-Diagnostik. DiaPat basiert auf der Identifizierung von über 1500 Proteinen im Patientenurin
Für Prostata- und Blasenkrebs- Diagnostik ist DiaPat geeignet - so das neue Label von DiaPat, eine vom Nephrologen Hermann Haller und dem Chemiker Harald Mischak von der MHH (Medizinische Hochschule Hannover) entwickelte Proteom-Diagnose. Vom Patienten wird lediglich eine Urinprobe benötigt. DiaPat-Proteomanalysen aus Patientenurin können zur Früherkennung chronischer oder diabetischer Nierenerkrankungen sowie neu zur Diagnose von Prostata- und Blasenkrebs beitragen. Bei DiaPat handelt es sich um eine nicht invasive, patentierte, chemische Laboranalysetechnik für Körperflüssigkeiten wie Urin, Blut oder Liquor auf Basis von über 1000 im Labor identifizierten Proteinen.
Nun konnte Mischak die Indikationen dieses Diagnosetests auf Prostata- und Blasenkrebs erweitern. Der Patient muss, wie bei der Diagnose von Nierenerkrankungen, lediglich in der Arztpraxis seinen Urin abgeben. Nach Ankunft der kryokonservierten Probe im DiaPat-Labor in Hannover werden daraus bis zu 1500 verschiedene Proteine identifiziert und in einem DiaPat aufgezeichnet. Nach der Trennung in der Kapillarelektrophorese (CE) werden die Proteine elektrisch geladen und im Hochvakuum des Massenspektrometers vermessen. Dies ermöglicht ihre spezielle Identifizierung und Registrierung. Innerhalb von zirka 60 Minuten wird online das jeweilige Proteinprofil erstellt. Durch Software-Abgleich mit einer Vielzahl gespeicherter Proteinprofile gesunder und kranker Patienten (DiaPat=diagnostisches Pattern) liefert es den jeweiligen Befund.
© Urologische Nachrichten Köln