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Presseartikel

Diagnostik von Nierenerkrankungen - Kompakt Nephrologie
     

Neue nichtinvasive Methode

Eine neue Diagnostik-Methode für Nie­renerkrankungen erlaubt die differenzier­te Erkennung chronischer Nierenerkran­kungen wie diabetische Nephropathie, membranöse Glomerulonephritis, Mini-mal-change-Glomerulonephritis, fokale, segmentale Glomerulosklerose, IgA-Nephropathie, Lupus-Nephritis und vas-kuläre Erkrankungen bereits in einem sehr frühen Krankheitsstadium aus ei­ner einfachen Urinprobe. Auch die Rejektion von Nierentransplantaten lässt sich mit dieser Methode frühzeitig diagnosti­zieren.Das Verfahren beruht auf der Proteomanalyse, einer umfassenden Darstel­lung von Proteinen und Peptiden in Kör­perflüssigkeiten. Die angewandte Ana­lysetechnologie, eine Kopplung aus Kapil­larelektrophorese und Massenspektrometrie, erlaubt es, über 1000 verschiedene Polypeptide in einer Urinprobe schnell, verlässlich und reproduzierbar zu bestim­men. Durch Abgleich des entstandenen Polypeptid-Musters mit einer Datenbank, in der charakteristische Proteinmuster ge­sunder und kranker Probanden abgelegt sind, lässt sich der Gesundheitszustand der Niere abbilden. Das Verfahren kann einer­seits zur Erkennung von Krankheiten, an­dererseits auch zur Kontrolle des Thera­pieerfolges eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz dieses Verfahrens als Alternative zur Nierenbiopsie. Die Vermeidung eines invasiven Eingriffs und biopsieassoziierter Risi­ken sowie des notwendigen stationären Aufenthalts senkt die Hemmschwelle für die notwendige Abklärung von Nierener­krankungen und führt damit zu einer früher eingeleiteten Therapie. In einer Vielzahl von wissenschaftli­chen Veröffentlichungen mit führenden Forschungsinstituten und Universitätskli­niken konnte der erfolgreiche Einsatz des Untersuchungsverfahrens bereits nachge­wiesen werden.
 
 

 

Erstellt 01/02/2005 von Redakteur