Lesen Sie mehr
Lesen Sie mehr
Lesen Sie mehr

Prostatakrebs

1. DiaPat®-PC Test
2. Prostatakrebs
3. Risikofaktoren für Prostatakrebs
4. Diagnose von Prostatakrebs
5. Probennahme des DiaPat®-PC Tests
6. Validierung des DiaPat®-PC Tests
7. Forschungsprojekte



1. DiaPat®-PC Test

Der DiaPat®-PC Test ist ein neuartiger, nicht invasiver Urintest zur Früherkennung von Prostatakrebs. Der Urintest wurde in klinischen Studien validiert und stellt ein zuverlässiges Instrument zur Abklärung von erhöhten PSA-Werten und/oder einer auffälligen digital-rektalen Untersuchung (DRU) dar.

Der DiaPat®-PC Test analysiert 12 Proteine (Eiweißstoffe) im Prostatasekret, welches mit dem Erststrahlurin aus der Prostata gespült wird. Diese sogenannten Biomarker sind krankheitsspezifische Proteine, die nicht durch andere Erkrankungen der Prostata beeinflusst werden. Der Test stellt somit eine wertvolle Ergänzung in der Prostatakrebsdiagnostik dar und ermöglicht die zuverlässige Differenzierung zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen der Prostata.

 

2. Prostatakrebs

Prostatakrebs (PC) ist eine bösartige Tumorerkrankung der Prostata (Vorsteherdrüse). Bei der Prostata handelt es sich um eine kastaniengroße Geschlechtsdrüse des Mannes, die ein Sekret produziert, welches die Beweglichkeit der Spermien sicherstellt. Die Drüse befindet sich unterhalb der Blase und umschließt den Anfangsteil der Harnröhre. Auf der Rückseite grenzt die Prostata an den Enddarm, von wo die Prostata abgetastet werden kann.


Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Jährlich sterben mehr als 15.000 Männer an Prostatakrebs. Die Erkrankung tritt hauptsächlich nach dem 50. Lebensjahr auf. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren.

Da Prostatakrebs im Frühstadium keine Beschwerden verursacht, ist die Früherkennung besonders wichtig. So kann die Bildung von Tochtergeschwüren (Metastasen) in anderen Organen vermieden werden. Wird der Krebs frühzeitig entdeckt, ist in 80-90% der Fälle eine Heilung möglich.
Obwohl im Frühstadium der Erkrankung normalerweise keine akuten Symptome auftreten, gibt es dennoch Anzeichen, die Sie beachten sollten.
Probleme beim Wasserlassen können ein Hinweis auf Prostatakrebs sein, aber auch durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie) ausgelöst werden. Schmerzhaftes Wasserlassen, Harnstrahlabschwächung, Harnverhalt, nächtlicher Harndrang oder Blut im Urin zählen zu den Symptomen.

 

3. Risikofaktoren für Prostatakrebs

  • Alter
    50 Jahre und älter
  • Erbliche Veranlagung
    Sind Familienmitglieder, insbesondere Verwandte ersten Grades, an Prostatakrebs erkrankt, ist das Risiko selbst zu erkranken erhöht.
  • Lebensumstände: Ernährung, Übergewicht, mangelnde Bewegung
    Eine gesunde Ernährung und körperliche Betätigung können das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken reduzieren. Insbesondere ein hoher Alkoholkonsum und eine fettreiche Ernährung erhöhen das Erkrankungsrisiko.

 

4. Diagnose von Prostatakrebs

Die Früherkennungsuntersuchung basiert derzeit auf der digital-rektalen Untersuchung (DRU), dem transrektalen Ultraschall (TRUS) und der Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens im Blut (PSA-Wert). Auffällige Ergebnisse der DRU oder erhöhte PSA-Werte werden mittels einer Gewebeprobe (Prostatabiopsie) abgeklärt.

 

Digital-rektale Untersuchung (DRU)
Mittels der digital-rektalen Untersuchung (DRU) werden die Form und die Größe der Prostata beurteilt. Der Arzt tastet dazu mit dem Finger (lat. digitus) durch die Wand des Enddarms die Prostata auf Auffälligkeiten ab.

 

Prostataspezifisches Antigen (PSA)
PSA ist ein Protein, das von den Prostatazellen produziert wird. Eine kleine Menge PSA im Blut ist normal - ein erhöhter PSA-Wert kann ein Anzeichen für Prostatakrebs sein und sollte abgeklärt werden. Die PSA-Wert Bestimmung ist jedoch in der Früherkennung von Prostatakrebs von begrenzter Aussagekraft, da dieser auch durch eine Entzündung der Prostata (Prostatitis), einen akuten Harnwegsinfekt, Eingriffe an der Prostata oder Blase, sexuelle Aktivität oder anderes erhöht sein kann. Ein PSA-Wert im Normalbereich bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass das Vorliegen von Prostatakrebs ausgeschlossen werden kann.

 

Transrektaler Ultraschall (TRUS)
Um die Prostata mittels Ultraschall zu beurteilen, wird unter örtlicher Betäubung eine fingergroße Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt. Diese Untersuchung liefert Bilder der Prostata und des umliegenden Gewebes. Gleichzeitig können mit speziellen Nadeln Gewebeproben aus der Prostata entnommen werden (siehe auch Prostatabiopsie).

 

Prostatabiopsie
Um auffällige PSA-Befunde und/oder Auffälligkeiten einer DRU abzuklären, wird eine Prostatabiopsie durchgeführt. Während einer Biopsiesitzung werden 10-12 Gewebeproben aus der Prostata entnommen und anschließend pathologisch untersucht.
Normalerweise wird die Biopsie mittels einer transrektalen Ultraschalluntersuchung (TRUS) durchgeführt. Mithilfe einer Biopsiepistole wird eine feine Nadel mehrmals durch den Enddarm in die auffälligen Bereiche der Prostata geführt und Gewebeproben entnommen. Die Untersuchung findet unter örtlicher Betäubung statt. Um Infektionen vorzubeugen, wird ein Antibiotikum gegeben. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Blutungen und Tumorstreuung.

Da nur ca. 2% des Prostatagewebes während einer Biopsie gewonnen werden können, liegt die Treffergenauigkeit dieser Untersuchung zur Diagnostik von Prostatakrebs zwischen 45% und 77%, d.h. in mehr als einem Viertel der Fälle wird an einem vorhandenen Tumor vorbei gestochen. Daher führt eine negative Erstbiopsie in vielen Fällen zu weiteren Folgebiopsien. Die zusätzliche Belastung durch weitere invasive Biopsien und die damit verbundenen Risiken wie Blutungen und Entzündungen führen zu einer sinkenden Zustimmung der Betroffenen.


5. DiaPat®-PC Probennahme

Der DiaPat®-PC Test analysiert den Erstrahlurin. Für den Test wird der Erststrahlurin des zweiten Morgenurins in einem standardisierten Urinbecher* gesammelt. Anschließend wird der Urin in die beiliegende Urinmonovette* (Probenspritze) überführt und sofort bei -18°C für mindestens 24 Stunden eingefroren. Der Kühlakku* wird ebenfalls bei -18°C für 24 Stunden eingefroren. Für den Transport wird die Urinmonovette in den Kühlakku gesteckt und in einer Styroporbox* verstaut. Der Versand in das Labor erfolgt in einem speziellen Paket*.

* wird bereitgestellt.

 

6. DiaPat®-PC Validierung

Der DiaPat®-PC Test basiert auf der Protein-Analyse im Urin und ermöglicht die zuverlässige Differenzierung zwischen gutartigen und bösartigen Prostataveränderungen. Die Bestimmung eines Protein-Musters anstelle einzelner krankheitsspezifischer Proteine zeichnet diesen diagnostischen Ansatz als besonders innovativ aus. Der DiaPat®-PC Test wurde in klinischen Studien validiert und stellt eine sehr zuverlässige* Diagnosemethode zur Erkennung von Prostatakrebs dar.


* Sensitivität 90% - 86%, Spezifität 61% - 59%.
Für weitere Informationen fragen Sie bitte Ihren Arzt.

 

 

[Zurück zur Übersicht]