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Proteom-Analyse

Untersuchungsgegenstand der Proteom-Analyse ist die Gesamtheit aller Proteine (Eiweißstoffe) in einer biologischen Probe. Proteine spielen im menschlichen Körper eine wichtige Rolle. Ihre Bedeutung und Funktionsweise im Körper kranker oder gesunder Individuen zu verstehen, ist die größte Herausforderung in der klinischen Forschung. Neubildung oder Veränderung von Proteinen können Anzeichen einer Erkrankung sein. Solche krankheitsspezifischen Proteine werden als Biomarker bezeichnet.

Mittels der DiaPat® Technologie können zeitgleich mehrere tausend Proteine analysiert und als neue Biomarker erkannt werden.

Das Wort „Proteom" setzt sich aus den Wörtern „Protein" und „Genom" zusammen. Unter dem Genom versteht man die Gesamtheit aller Gene eines Lebewesens. Proteine sind sehr dynamisch und anpassungsfähig, wohingegen Gene nahezu statisch und unveränderlich sind. Der Unterschied zwischen der Raupe und dem Schmetterling zeigt dies sehr deutlich. Beide besitzen dasselbe Genom, ihr Erscheinungsbild ist jedoch aufgrund der andersgearteten Zusammensetzung ihrer Proteine völlig unterschiedlich. Aus diesem Grund sind Veränderungen des Proteoms ideal, um den Zustand eines Organismus darzustellen.

Die Urin-Proteom-Analyse mittels der DiaPat® Technologie ermöglicht neben der Früherkennung von Krankheiten auch die Entwicklung von Medikamenten und die Überwachung des Therapieerfolges.

Urin wird nicht-invasiv gewonnen und ist in großen Mengen verfügbar. Neben Proteinen enthält der Urin auch Sekrete aus dem Urogenitaltrakt, die zusätzlich als Quelle für potentielle Biomarker herangezogen werden können. Im Gegensatz zu anderen Körperflüssigkeiten wie beispielsweise Blut, welches sofort gerinnt und ohne sofortige Weiterverarbeitung schnell Informationen verliert, weist der Urin eine hohe Stabilität auf.

Die Nieren filtern jeden Tag mehr als 1.700 Liter Blut. Durch den Filterprozess gelangen Proteine in den Urin, weshalb er auch als Filtrat des Blutes bezeichnet wird.